Deutsche Influencerinnen: 10 verifizierbare Namen und wo Sie die anderen finden
Deutsche Influencerinnen sind Creatorinnen, die aus Deutschland heraus auf Instagram, TikTok, YouTube oder als UGC-Produzentinnen veröffentlichen und ihre Reichweite über Markenkooperationen monetarisieren. Diese Seite nennt zehn reale, enzyklopädisch belegte deutsche Influencerinnen, eine pro Nische, erklärt danach, wie Sie eine Audience vor der Zahlung prüfen, was § 5a Abs. 4 UWG und die BGH-Urteile vom 9. September 2021 konkret verlangen, und wie eine Buchung ohne Agentur abläuft. Die verifizierten und buchbaren Profile auf Collabios stehen weiter unten.
Kurz gefasst
Ein offizielles Ranking deutscher Influencerinnen existiert nicht, und Followerzahlen veralten zu schnell für eine feste Top-Liste. Nützlich ist die tatsächliche Bandbreite: Fitness bei Pamela Reif, Mode bei Caro Daur, TikTok bei Lisa und Lena Mantler, Nachhaltigkeit bei Louisa Dellert, Finanzen und Politik bei Diana zur Löwen, Comedy bei Maria Clara Groppler. Für Marken zählt nicht die Bekanntheit, sondern die Prüfung der Audience. Rechtlich gibt es in Deutschland keine Euro-Schwelle wie in Frankreich: § 5a Abs. 4 UWG knüpft die Kennzeichnungspflicht an die Gegenleistung, und der BGH hat am 9. September 2021 in drei Verfahren präzisiert, wann ein Beitrag als Werbung gilt.
Wer sind die bekanntesten deutschen Influencerinnen?
Das ist kein Ranking, und es steht hier keine erfundene Followerzahl: solche Werte ändern sich wöchentlich. Es sind zehn reale deutsche Influencerinnen, jede in der Wikipedia belegt, ausgewählt für zehn verschiedene Nischen. Der interessante Teil für Marken ist die Streuung: Karlsruhe, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Gießen, Wolfenbüttel, Dachau und Berlin, und längst nicht nur Beauty und Mode.
| Creatorin | Nische | Belegte Angabe (Quelle Wikipedia) |
|---|---|---|
| Pamela Reif | Fitness, Ernährung | Geboren am 9. Juli 1996 in Karlsruhe, seit 2012 auf Instagram aktiv (im Juni 2024 rund 9,2 Millionen Abonnenten dort). Bücher Strong & Beautiful (2017) und You Deserve This (Mai 2019), Podcast Schaumermal seit März 2020. |
| Bianca Heinicke (BibisBeautyPalace) | Lifestyle, Mode, Kosmetik | Geboren am 6. Februar 1993 in Köln. Von 2016 bis 2022 die deutschsprachige YouTuberin mit den meisten Abonnenten; seit Mai 2022 veröffentlicht sie keine neuen Videos mehr. |
| Dagi Bee (Dagmar Nicole Kazakov) | Beauty, Entertainment | Geboren am 21. September 1994 in Düsseldorf. Ihr erstes eigenes Video erschien am 6. Oktober 2012. |
| Caro Daur | Mode, Luxus | Geboren am 12. März 1995 in Hamburg. Ihr Instagram-Konto ist mit über 4,5 Millionen Abonnements (Stand Januar 2026) eines der meistgefolgten in Deutschland. |
| Lisa und Lena Mantler | TikTok, Mode | Zwillinge, geboren am 17. Juni 2002 in Stuttgart. Zählen zu den erfolgreichsten Nutzerinnen von TikTok (ehemals Musical.ly) und veröffentlichen auch auf Instagram. |
| Diana zur Löwen | Mode, Finanzen, Politik | Geboren am 20. Mai 1995 in Gießen. BWL-Studium in Köln, Bachelorarbeit 2019 über Erfolgskriterien bei der Produktplatzierung auf YouTube; führte Interviews unter anderem mit Jean-Claude Juncker. |
| Louisa Dellert | Nachhaltigkeit, Feminismus | Geboren 1989 in Wolfenbüttel. Startete 2013 mit Fitness-Videos, wechselte nach einer Herzklappen-Diagnose zu Nachhaltigkeit und Feminismus; 2017 Onlineshop Naturalou, 2018 Buch Mein Herz schlägt grün. |
| Cathy Hummels | Moderation, Lifestyle | Geboren am 31. Januar 1988 in Dachau. Gewann 2019 vor dem Landgericht München ein Verfahren wegen angeblicher Schleichwerbung gegen den Verband Sozialer Wettbewerb. |
| Carmen Kroll (Carmushka) | Mode, Lifestyle | Geboren am 15. April 1992 in Düsseldorf. Deutsche Influencerin und Webvideoproduzentin. |
| Maria Clara Groppler | Comedy | Geboren am 3. März 1999 in Berlin. Deutsche Komikerin, bekannt geworden durch Live- und Fernsehauftritte sowie ihre Social-Media-Aktivität. |
Diese zehn sind Personen des öffentlichen Lebens, keine hier buchbaren Profile. Für eine echte Kampagne stehen die verifizierten Creatorinnen weiter unten zur Verfügung, jeweils mit veröffentlichtem Preis pro Deliverable.
Wie prüfe ich eine deutsche Influencerin vor der Buchung?
Drei Prüfungen decken das Wesentliche ab. Erstens die Engagement-Rate der letzten dreißig Tage, sinnvoll nur im Vergleich zur eigenen Nische: eine Finanzbildungs-Creatorin und eine Mode-Creatorin bewegen sich nicht auf derselben Skala. Zweitens die Kommentar-Qualität. Echte Fragen zum Produkt, zur Marke oder zum Format wiegen deutlich schwerer als eine Reihe identischer Emojis, hinter der oft eine Engagement-Gruppe steckt.
Drittens die Follower-Kurve über die Zeit. Organisches Wachstum verläuft in Stufen, und jede Stufe lässt sich einem Beitrag zuordnen, der funktioniert hat. Ein senkrechter Sprung ohne erklärenden viralen Inhalt bedeutet fast immer gekaufte Follower. Für DACH kommt ein vierter Punkt hinzu, den andere Märkte so nicht haben: die Verteilung zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Profil mit starkem AT- und CH-Anteil ist für eine Markteinführung mit deutschem Versand weniger wert, als die Gesamtreichweite suggeriert. Collabios prüft Identität und Audience, bevor ein Profil buchbar wird, damit diese Arbeit nicht vollständig bei der Marke liegt.
Was verlangt § 5a Abs. 4 UWG von einer Influencerin?
Deutschland hat keine Euro-Schwelle wie das französische Recht. Maßgeblich ist § 5a Abs. 4 UWG: unlauter handelt, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt. Derselbe Absatz stellt klar, dass bei einer Handlung zugunsten eines fremden Unternehmens kein kommerzieller Zweck vorliegt, wenn kein Entgelt und keine ähnliche Gegenleistung fließt, und dass der Erhalt oder das Versprechen einer Gegenleistung vermutet wird, solange die Handelnde nichts Gegenteiliges glaubhaft macht. Diese Beweislastregel ist der Grund, warum ein sauber dokumentierter Vertrag im Streitfall so viel wert ist.
Der Bundesgerichtshof entschied am 9. September 2021 drei Influencerinnen-Verfahren gleichzeitig (I ZR 90/20, I ZR 125/20, I ZR 126/20). Wer über ein soziales Medium Waren vertreibt, Dienstleistungen anbietet oder das eigene Image vermarktet, betreibt danach ein Unternehmen. Ein Beitrag, für den eine Gegenleistung geflossen ist und der nicht hinreichend als Werbung gekennzeichnet wurde, ist unzulässig. Gesetzte Tap Tags allein begründen dagegen noch keinen werblichen Überschuss, eine Verlinkung auf die Herstellerseite regelmäßig schon. Hinzu kommt das Trennungsgebot des § 22 Medienstaatsvertrag, durchgesetzt von den 14 Landesmedienanstalten; abgemahnt wird in der Praxis meist zivilrechtlich, etwa durch die Wettbewerbszentrale.
Steuerlich gilt seit dem 1. Januar 2025 die Kleinunternehmergrenze des § 19 UStG von 25.000 € Vorjahresumsatz und 100.000 € im laufenden Jahr; bei B2B-Leistungen in andere EU-Staaten greift das Reverse-Charge-Verfahren nach § 13b UStG. Der Vertragsgenerator von Collabios setzt die Kennzeichnungs- und Rechteklauseln für beide Seiten in denselben Vertrag.
Jede Woche kommen neue Influencerinnen zu Collabios dazu. Schauen Sie bald wieder vorbei oder legen Sie ein Konto an, um über neue Profile informiert zu werden.
Welche Nischen dominieren deutsche Influencerinnen?
Mode, Beauty und Lifestyle bündeln die meisten Profile und die größten Budgets. Die Liste oben zeigt jedoch die Gegenbewegung: Nachhaltigkeit, Finanzbildung, Politik und Comedy sind eigenständige deutsche Nischen mit kleinerer, dafür wesentlich aufmerksamerer Community.
Häufige Fragen zu deutschen Influencerinnen
Wer sind die bekanntesten deutschen Influencerinnen?
Ein allgemein anerkanntes Ranking gibt es nicht: Followerzahlen ändern sich wöchentlich und jede Quelle misst anders. Zehn reale, in der Wikipedia belegte deutsche Creatorinnen zeigen die Bandbreite besser als jede Rangliste: Pamela Reif (Fitness), Bianca Heinicke (Lifestyle), Dagi Bee (Beauty), Caro Daur (Mode), Lisa und Lena Mantler (TikTok), Diana zur Löwen (Mode, Finanzen, Politik), Louisa Dellert (Nachhaltigkeit), Cathy Hummels (Moderation), Carmen Kroll (Mode) und Maria Clara Groppler (Comedy). Der eigentliche Befund für Marken: die Hälfte dieser Profile arbeitet längst außerhalb von Beauty und Mode.
Was kostet eine Kooperation mit einer Influencerin in Deutschland?
Der Preis ist keine einzelne Zahl. Er hängt von der Reichweiten-Stufe (Nano 1K-10K, Micro 10K-100K, Mid-Tier 100K-500K, Macro 500K+), der Nische, der Audience-Qualität und vor allem von den geforderten Nutzungsrechten ab: ein organischer Post und eine Zweitverwertung als Werbeanzeige mit Kategorie-Exklusivität sind zwei verschiedene Preise. Statt sich auf veröffentlichte Spannen zu verlassen, fordern Sie von vorausgewählten Creatorinnen eine konkrete Rate Card an. Auf Collabios zeigt jedes Profil seine Preise nach der Verifizierung transparent.
Muss eine Influencerin Werbekooperationen kennzeichnen?
Ja, sobald eine Gegenleistung fließt. § 5a Abs. 4 UWG verlangt, den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung kenntlich zu machen, sofern er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt. Das Gesetz stellt ausdrücklich klar, dass bei einer Handlung zugunsten eines fremden Unternehmens kein kommerzieller Zweck vorliegt, wenn kein Entgelt und keine ähnliche Gegenleistung fließt, und dass der Erhalt einer Gegenleistung vermutet wird, solange die Handelnde nichts Gegenteiliges glaubhaft macht. Zusätzlich gilt das Trennungsgebot des § 22 Medienstaatsvertrag, das von den 14 Landesmedienanstalten durchgesetzt wird.
Was hat der BGH 2021 zur Kennzeichnungspflicht entschieden?
Der I. Zivilsenat entschied am 9. September 2021 drei Verfahren gleichzeitig: I ZR 90/20, I ZR 125/20 und I ZR 126/20 (Pressemitteilung Nr. 170/2021). Kernpunkte: Wer über ein soziales Medium Waren vertreibt, Dienstleistungen anbietet oder das eigene Image vermarktet, betreibt ein Unternehmen. Ein Beitrag, für den eine Gegenleistung geflossen ist und der nicht hinreichend als Werbung gekennzeichnet wurde, verstößt gegen die Kennzeichnungspflicht. Allein gesetzte Tap Tags reichen dagegen nicht aus, um einen werblichen Überschuss anzunehmen; eine Verlinkung auf die Website des Herstellers begründet ihn dagegen regelmäßig.
Wie erkenne ich, ob eine Influencerin eine authentische Audience hat?
Drei Prüfungen genügen meistens. Die Engagement-Rate der letzten 30 Tage, gelesen im Vergleich zur Nische statt absolut. Die Kommentar-Qualität: echte Produktfragen sind mehr wert als eine Reihe identischer Emojis. Und die Follower-Wachstumskurve, die organisch in Stufen verläuft, jede Stufe einem Beitrag zuordenbar, niemals in unerklärten Sprüngen. Auf Collabios durchlaufen alle Influencerinnen eine Identitäts- und Audience-Prüfung, bevor ihr Profil buchbar wird.
Wie finde ich die richtige Influencerin für meine Marke?
Drei Wege. Eine Agentur, wenn Sie Auswahl und Kampagnensteuerung gegen Provision vollständig abgeben wollen. Direkte Ansprache per DM, kostenlos, aber zeitaufwendig und ohne Antwortgarantie. Oder ein Marktplatz mit verifizierten Creatorinnen wie Collabios, wo Sie nach Plattform (Instagram, TikTok, YouTube, UGC), Followergröße, Nische und Standort filtern und direkt zum ausgewiesenen Preis buchen.
Ab wann braucht eine Creatorin in Deutschland eine Umsatzsteuer-Nummer?
Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG greift seit dem 1. Januar 2025 bis 25.000 € Vorjahresumsatz und 100.000 € im laufenden Jahr. Darüber wird Umsatzsteuer ausgewiesen. Bei B2B-Leistungen an Unternehmen in anderen EU-Staaten gilt das Reverse-Charge-Verfahren nach § 13b UStG, die Rechnung geht also ohne deutsche Umsatzsteuer mit Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers heraus.
Welche Nischen dominieren deutsche Influencerinnen?
Mode und Beauty bleiben die sichtbarsten Vertikalen, gefolgt von Lifestyle und Familienthemen, Fitness und Wellness, Food und Reise. Die Liste oben zeigt aber die Gegenbewegung: Nachhaltigkeit, Finanzbildung, Politik und Comedy sind eigenständige deutsche Nischen mit kleinerer, dafür deutlich aufmerksamerer Community. Für Marken sind das die günstigeren Kontakte pro erreichter Kaufabsicht.
Quellen
- § 5a UWG, Irreführung durch Unterlassen (gesetze-im-internet.de)
- BGH, Pressemitteilung Nr. 170/2021 vom 9. September 2021 (I ZR 90/20, I ZR 125/20, I ZR 126/20)
- Wikipedia, Kategorie: Influencer (Profile der zehn genannten Creatorinnen, abgerufen am 7. September 2026)
Seite zuletzt geprüft am 7. September 2026 von Ghassen Daoud, Gründer von Collabios.